Zart wie Eisen – Schmuck aus einer Privatsammlung

In der Zeit vom Ende des 18. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war mit dem sogenannten Eisenschmuck eine besondere Art von Preziosen beliebt: kunstvoll und filigran wie Spitze, jedoch aus Eisen gegossen.

Anfangs handelte es sich bei Eisenschmuck in erster Linie um Trauerschmuck, und preußische Frauen trugen nach dem Tod ihrer Königin oft Luisenanhänger oder -broschen. Während der Befreiungskriege wurde das Tragen von Eisenschmuck immer mehr zu einer politischen Aussage oder patriotischen Mode, und er wurde »für die Rettung des Vaterlands« angelegt.

Derlei Preziosen gehören zum Feinsten, was je aus Eisen gefertigt wurde, und die Entwürfe stammten teils vom damaligen Hofbaumeister Karl Friedrich Schinkel.

Die rund 200 Exponate der Ausstellung stammen aus der Sammlung Klaus-Peter und Judith Thomé.

Von 16. Juli 2021 bis 6. Februar 2022 ist die Ausstellung im Schmuckmuseum Pforzheim zu sehen.

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